Albrecht I. von Habsburg

Aus Mittelalter-Lexikon
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Albrecht I. von Habsburg (von Österreich; 1255 - 1308). Ältester Sohn Rudolfs I. von Habsburg, wurde von seinem Vater 1282 als Herzog von Österreich und Steiermark eingesetzt. Nach Rudolfs Tod (1291) wählten die Kurfürsten den weniger ehrgeizig erscheinenden ®Adolf von Nassau zum König. Dieser machte sich durch seine Hausmachtpolitik missliebig, woraufhin die Fürsten sich mit einem Hilfeersuchen an Albrecht wandten. Albrecht besiegte Adolf in der Schlacht von Göllheim (1298). Auf der Fürstenversammlung von Mainz (1298) wurde Albrecht von Österreich zum König gewählt. König Albrecht I. seinerseits geriet durch seine Hausmachtpolitik in Holland in Konflikt mit den rhein. Kurfürsten, und förderte durch seine Unterdrückungspolitik in der Schweiz die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kantone. Nachdem er seinen Sohn als König von Böhmen installiert hatte, wurde Albrecht von seinem Neffen Johann (Parricida), dem er sein Erbe vorenthalten hatte, ermordet (1308).