Anathema

Aus Mittelalter-Lexikon
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Anathema (grch., = Verurteilung, Verdammung). Feierliche Verfluchung und ®Exkommunikation, meist gegen Ketzer oder Unbotmäßige ausgesprochen. Der anathematisierte (exkommunizierte) Christ war aus der Gemeinschaft der Gläubigen und vom Empfang der Sakramente ausgeschlossen. Wer vom Papst selbst namentlich exkommuniziert worden war, war auch aus der weltl. Gesellschaft ausgestoßen, war zu meiden (vitandus) und hatte keinen Anspruch auf Recht und Treue (exlex).
(s. Bann, Heinrich IV.(dt. König, Röm Kaiser), Mathilde von Tuszien)