Aschenbrenner

Aus Mittelalter-Lexikon
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Aschenbrenner (mhd. aschenberner) erzeugten durch Verbrennen von Holz die sog. "Waldasche", aus der dann die Pottaschesieder ®Pottasche als Zuschlagstoff für die Glashütten und Seifensiedereien herstellten.
Der Aschengehalt von Baumholz beträgt durchschnittlich 1,5 Prozent. Trockenes Holz mit einem Gewicht von 1.000 kg ergibt demnach beim Verbrennen 15 kg Asche, aus welcher etwa 2,6 kg Pottasche gewonnen werden. Aufgrund der zunehmenden Verknappung von Stammholz durften im SMA. nur mehr Schad- und Fallholz, Äste, Laub und Wurzelstöcke verbrannt werden, zudem wurde von Aschensammlern die Herdasche aus den Haushalten eingesammelt.
Aschenbrenner hausten wie die Köhler oft wochenlang in primitiven Waldhütten und gehörten wegen ihrer abgeschiedenen Lebensweise zu den verrufenen Leuten.