Pottasche

Aus Mittelalter-Lexikon
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Pottasche (latinis. Potassium; v. ndl. potas; chem. Kaliumkarbonat K2CO3). Der Name des weißlichen, gut wasserlöslichen Salzes rührt daher, dass es durch Kochen und Eindampfen von Holzasche in Töpfen (Pötten) gewonnen wurde. Die Asche, die hauptsächlich von Buchen stammte und ca. 15 - 20 % Kaliumkarbonat enthält, wurde vom Aschenbrenner an den Pottaschesieder geliefert. Der sumpfte sie in Bottichen (Äschern) ein und laugte in mehrfachen Arbeitsgängen die Kalianteile aus. Die so gewonnene Lauge wurde in großen Sudkesseln eingedampft und der Rückstand in einem Ofen zu Pottasche gebrannt. Der Verbrauch an Pottasche zur Glas- und Seifenherstellung, in Färberei, Bleicherei und Wollwäscherei sowie als Flussmittel beim Löten war so groß, dass es auch in den waldreichen Regionen Europas zu Verknappung hauptsächlich an Buchenholz kam.
(s. Aschenbrenner, Glasherstellung, Seifensieder)