Basel

Aus Mittelalter-Lexikon
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Basel. Die Schweizer Stadt am Rhein war aus dem erstmals 374 erwähnten Römerlager Basilia (Königsburg) hervorgegengen, wurde später von ®Alamannen besiedelt, kam Ende des 5. Jh. zum Frankenreich und wurde im 7. Jh. Bischofssitz. 912 gelangte die Stadt und ihr Umland unter die Herrschaft Burgunds, 1032 mit diesem zusammen an das dt. Reich. Durch wirtschaftl. Aufschwung besonders im 12. Jh. gestärkt, schüttelte die Bürgerschaft um 1350 die Bischofsherrschaft ab und wurde freie Reichsstadt. Nach langjährigen Kämpfen mit dem Hause Habsburg trat die Stadt 1501 der Eidgenossenschaft bei. Zwischen 1350 und 1500 entfaltete sich eine reiche gotische Bautätigkeit (Renovierung des Münsters, Neubau von Rathaus, Spalentor, Prediger-, Barfüßer und St. Leonhardskirche). In der Gründung der Universität (1460) durch Pius II. fand die aufstrebende Basler Gelehrsamkeit ihren Ausdruck. Das Basler Konzil (1431 - 49) endete zwar mit der Niederlage der Anhänger der konziliarischen Idee (Vorrang des Generalkonzils vor dem Papst), die Idee lebte jedoch fort und wirkte auf die Reformatoren des 16. Jh. ein.