Briten

Aus Mittelalter-Lexikon
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Briten. Britanni oder Britones nannten die Römer zusammenfassend die keltischen Einwohnerschaft Englands und Schottlands, die sich aus vielen Stämmen zusammensetzte. Sie unterstanden Stammesfürsten und hingen einer vom Druidentum beherrschten Religion an. Nach dem Abzug der Römer (409) erhielt sich auf der Insel antikes Kulturgut besser als auf dem Kontinent, wo durch die Wirrnisse der Völkerwanderung Vieles verloren ging. Zwischen 450 und 580 eroberten Angeln, Sachsen und Jüten (s. Angelsachsen) Britannien und verdrängten die Briten, die nach Nordwestfrankreich (s. Bretagne), Wales, Cornwall und Schottland auswichen. Im 7. Jh. begann die Christianisierung der Inselbewohner, aufgrund derer im 7./8. Jh. sich eine bemerkenswerte Kulturblüte ergab, die im weiteren Verlauf auf den Kontinent zurückwirkte.