Burchard von Würzburg

Aus Mittelalter-Lexikon
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Burchard von Würzburg (gest. 753). Irischer Missionar und Wanderprediger, von Bonifatius 741 zum ersten Bischof von Würzburg ernannt. Er erhob die Gebeine des Märtyrers ®Kilian und seiner beiden Gefährten und überführte sie in die neugebaute Bischofskirche. Zusammen mit Abt Fulrad von St. Denis holte er 751 die Stellungnahme des Papstes zur Rechtmäßigkeit der Absetzung der ®Merowinger ein: "ut melius esset, illum regem vocari, qui potestam haberet, quam illum qui sine regali potestate manebat, ut non conturbaretur ordo ...". Mit diesem Bescheid des Papstes Zacharias wurde Pippin Ende 751 von den Franken zum König gewählt und von den fränk. Bischöfen gesalbt, während der letzte Merowinger in Klosterhaft ging.
Burchard wird eine Predigtsammlung zugeschrieben, die sich gegen abergläubische Praktiken wie Zauberei, Wahrsagung, Loswurf usf. wendet.