Curragh

Aus Mittelalter-Lexikon
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Curragh (gälisch; schottisch und walisisch coracle, engl. currok; = Lederboot). Hochseetaugliches offenes Boot, wie es im FMA. an der irischen, schottischen ond walisischen Westküste zum Fischfang, auf Binnengewässern auch zum Transport benutzt wurde. Der kiellose, schalenförmige und flachgehende Rumpf wurde von einem leichten Holzgerippe geformt, war mit Rinds- oder Pferdeleder bezogen und zur Dichtung der Nähte mit Teer bestrichen. Zur Fortbewegung dienten Ruder und/oder Segel. Regionale Unterschiede ergaben sich nach Form und Größe. Erstmals erwähnt wird das Boot durch Julius Caesar (um 55 v.u.Z.). ® St. Brendan benutzte ein selbstgebautes Curragh für seine legendäre Seereise zu den Inseln der Glückseligen (6. Jh.). Materialbedingt haben sich keine Exemplare der Schiffsart erhalten.