Dürre

Aus Mittelalter-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dürre (mhd. dürre, durre; lat. ariditas). Langanhaltende sommerliche Hitze- und Trockenperioden, wie sie z.B. in den Jahren 1371, 1373, 1375, 1391, 1462, 1471-73 auftraten, ließen Brunnen, Weiher und Bäche austrocknen, hatten Niedrigwasserstände der Flüsse zur Folge und führten zu Ernteausfällen bei Getreide, Feldfrüchten und und Gras (bzw. Heu) und zu Massensterben bei Süßwasserfischen. Die Folgen waren katastrophale ®Missernten, Teuerung und ®Hungersnöte. Das Vieh musste meilenweit zur Tränke getrieben werden, Trinkwasser wurde mancherorts um Geld verkauft, der Schiffsverkehr auf Flüssen war behindert, Mahl- und Werkmühlen mussten den Betrieb einstellen, es kam zu Waldbränden. Positive Konsequenzen konnten qualitativ hochwertige Weine sein („... und ward der win als honig süß ..“) und die günstige Gelegenheit, bei Niedrigwasser Mühlwehre, Dämme und Brückenpfeiler zu gründen oder auszubessern.