Devotionalien

Aus Mittelalter-Lexikon
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Devotionalien (v. lat. devotus = demütig). Gegenstände, die bei der Ausübung religiöser Andacht Verwendung fanden, waren in der ma. Glaubenspraxis allgemein gebräuchlich: (nach Möglichkeit gesegnete) Kreuze, Rosenkränze, Weihwassergefäße, Statuen, Bilder, Ampelöl, Weihbüschel usf. Mit manchen Gegenständen der Volksfrämmigkeit – etwa Amuletten, mit Bibelsprüchen beschriebenen Zetteln oder geweihten Kerzen – wurden sicher auch abergläubische Praktiken im Sinne von Heil- oder Abwehrzauber für Mensch und Tier vollzogen.
(s. Gnadenbild, Schabefiguren)