Hebräisch

Aus Mittelalter-Lexikon
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hebräisch. Dialekt der semitischen Sprachfamilie mit eigener, der phönikischen nahestehenden Schrift. Das Alt- oder Bibelhebräisch war die Sprache der alttestamentlichen Bücher. Es wurde seit dem 5. Jh. v. Chr. zunehmend durch die aramäische Staatssprache verdrängt. Um die Jahrtausendwende kehrte die Judenschaft in Spanien, um 1200 auch die in Italien zum Althebräischen als Literatursprache zurück. In den anderen europäischen Ländern entstand vom 10. Jh. an das Mittel- oder Mischnahebräische als Sprache der volkstümlichen religiösen Literatur und rechtlicher Niederschriften. – Für die christl. Wissenschaft des MA. zählte Hebräisch – i.e. Aramäisch – zusammen mit Latein und Griechisch zwar zu den drei heiligen Sprachen (weil in diesen die Heilige Schrift überliefert war), jedoch gab es im Abendland kaum einen Gelehrten, der es beherrschte.
(s. Jiddisch, Tibboniden, Übersetzer)