Historia gentis Langobardorum

Aus Mittelalter-Lexikon
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Historia gentis Langobardorum (Geschichte der Langobarden). Von dem gelehrten Benediktiner-Mönch ® Paulus Diaconus um 790 verfasstes sechsbändiges Werk über die Geschichte seines Volkes von seinem sagenhaften Ursprung (568) bis zum Tod König Liutprands (744), über das byzantinische und das fränkische Reich. Der Autor schreibt aus der Sicht eines langobardischen Patrioten; er stützt sich auf die enzyklopädischen und historiographischen Werke von Beda Venerabilis, Gregor von Tours, Isidor von Sevilla u.a., sowie auf Quellen wie den "Liber pontificalis" (ab 6. Jh.) und die "Origo gentis Langobardorum" (7. Jh.). Paulus ist 799 oder 800 im Kloster Monte Cassino über der Abfassung der Historia gestorben, bevor er sie vollenden konnte. Das Werk ist in über 100 – teils fragmentarischen – Handschriften erhalten.