Judensteuer

Aus Mittelalter-Lexikon
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Judensteuer. Nach dem Vorbild Kaiser Heinrichs IV., der im Landfrieden von 1103 die Juden als Leibeigene der Krone bezeichnet hatte, unterstellte Kaiser Friedrich II. 1236 die Juden als „Kammerknechte“ königlichem Schutz, aus welchem sie später auch unter das Schutzrecht der Landesherren kamen. Diesen – keineswegs konsequent geleisteten – Schutz hatten die Juden, einzeln oder korporativ, durch eine Judensteuer abzugelten.
(s. Opferpfennig)