Landfriedensbruch

Aus Mittelalter-Lexikon
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Landfriedensbruch (crimen pacis fractae). Verletzung des Landfriedens (pacem frangere, corrumpere, violare, turbare) durch verbotene Fehde, Brand, Plünderung und insbesondere durch ans Leben gehende Gewalttaten. Friedbruch wurde durch peinliche Strafen und Acht geahndet. Da Landfrieden durch Eidesleistung (Friedenseid; s. Eid) begründet waren, galt Landfriedensbruch zusätzlich als Eidbruch und wurde umso konsequenter (durch Abschlagen der Schwurhand) bestraft, je höheren Standes der Friedensbrecher war.