Mönchsweihe

Aus Mittelalter-Lexikon
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Mönchsweihe (mhd. wihe; lat. benedictio, ordinatio). Liturgische Feier anlässlich der Aufnahme eines Novizen in den Mönchsstand, üblicherweise in die Messfeier integriert. Dazugehörige rituelle Elemente waren: Frage-Antwort-Scrutinium zur Bestätigung der Bereitschaft des Kandidaten, Verlesung der Professurkunde, deren Darbringung auf dem Altar, alternierende Wechselgesänge von Kandidat und Mönchsgemeinde, Segensgebet des zelebrierenden Priesters, Tonsurierung, Bekleidung mit dem Mönchsgewand, Demutsgeste der Prosternierung vor jedem einzelnen Mitglieds des Konvents und Friedenskuss des Abtes als Zeichen der Aufnahme in die ®Klostergemeinschaft. Vor allen Mönchen des Klosters gelobte der Kandidat, ein Leben in stabilitas loci, conversatio morum und oboedientia (Ortsverbundenheit, Umkehr der Lebensführung und unbedingten Gehorsam) zu führen.