Schutzmantelmadonna

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schutzmantelmadonna. Beliebtes Motiv der bildenden Kunst seit dem 13. Jh., die Gottesmutter mit weit gespreitetem Mantel darstellend, unter dem eine kleinformatig wiedergegebene Schar von Hilfeheischenden in flehender Pose Zuflucht sucht. In Schutzmanteldarstellungen des SMA., die besonders durch Zisterzienser und Dominikaner verbreitet wurden, suchen die Gläubigen Zuflucht vor der die Menschheit in Form von Pfeilen bedrohenden Pest. Als Schutzmantelheilige fanden außer der hl. Jungfrau auch diverse ®Krankheitsheilige Darstellung.
In einer Wandmalerei der Abtskapelle von Kloster ®Zinna findet sich eine seltene Darstellung von St. Ursula nach dem Typus einer Schutzmantelmadonna. Das Bild verweist auf den Status der hl. Ursula als Schutzpatronin des Bistums Köln und damit des Mutterklosters Altenberg. Das weiße Gewand der Heiligen und die drei weißen Lilien in ihrer rechten Hand symbolisieren Reinheit und Unschuld, die drei Pfeile in ihrer Linken verweisen auf ihr Martyrium.
(s. Mantelschutz)