Schwaben

Aus Mittelalter-Lexikon
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Schwaben. Die in dem Raum zwischen Neckar, Rhein und Donau sesshaft gewordenen ®Alamannen hatten sich bis zum FMA. in einem Stammesfürstentum organisiert, das im 9. Jh. unter Kaiser Arnulf zum Herzogtum Schwaben gemacht wurde. Es umfasste folgende (neuzeitl.) Gebiete: die deutschsprachige Schweiz, das Elsaß, Südbaden, Württemberg, bayer. Schwaben, Liechtenstein und Vorarlberg. Nachdem die Herzöge anfänglich aus dem alamannischen Adel berufen worden waren, setzte Otto I. (912 - 73) zur Beschränkung der stammesherzöglichen Macht eine dem sächs. Haus entstammende Familie in das Herzogsamt. Im 11. Jh. wurde die Herzogsmacht in Schwaben durch Bürgerkriege und Sonderinteressen adliger Familien geschwächt und kam 1079 an Friedrich von Hohenstaufen, einen Verwandten Heinrichs IV. Nach dem Aussterben der ®Staufer (1254) wurde der Herzogtitel abgeschafft, das Territorium des Herzogtums Schwaben zerfiel in mehrere Grafschaften und Landesherrschaften, deren mächtigste durch die Grafen von Württemberg vertreten wurde.