Sic et non

Aus Mittelalter-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

sic et non (lat., = so und nicht [so]). Methode der scholastischen Philosophie zur kunstgerechten Führung von ®Quaestio und ®Disputatio. Dabei werden zu jeder Frage Pro- und Contra-Argumente vorgetragen, anhand derer abschließend die Lösung aufgestellt wird. Die Methode war richtungsweisend für die deduktiven Wissenschaften (Geometrie, theoret. Physik) und für die Entwicklung der spekulativen Theologie. Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Methode hatte Peter Abaelard. Im Gegensatz zu hma. scholastischen Erörterungen wurden fma. Dispute mehr nach der Methode des "aut aut" (lat., = sowohl als auch) geführt.