Stadtklöster

Aus Mittelalter-Lexikon
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Stadtklöster. Um 1220, rund ein Jahrhundert nach der ersten Stadtgründungswelle, entstanden die Predigerorden der Dominikaner, Franziskaner und Augustiner-Eremiten, die entsprechend ihrem Lehr- und Seelsorgeauftrag die Menschenansammlungen der Städte suchten. So sind ihre Klöster in fast jeder ma. Stadt zu finden, wo sie, ihrem späten Erscheinen zufolge, meist am Stadtrand liegen. Gab es in der Altstadt keinen Baugrund mehr, siedelten sich die Prediger- oder Bettelorden in der Vorstadt oder außerhalb des geschlossenen Stadtbezirks an. Das Bauprogramm der Stadtklöster entspricht weitgehend dem der Landklöster. Die Klosterkirchen allerdings wurden als Predigtkirchen in der Form einer ®Hallenkirche erbaut, im ®Dormitorium wurden die hallenartigen Gemeinschafts-Schlafsäle durch Einzelzellen abgelöst, der Kreuzgang wird vielfach ins Untergeschoss der um den Innenhof gelegenen Gebäude einbezogen.
(s. Klosterhöfe)