Waschwerke

Aus Mittelalter-Lexikon
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Waschwerke (Fließ-, Floß-, Flutwerke). Um die Mitte des 15. Jh. kamen im Hüttenwesen Waschwerke auf, in denen mit Hilfe fließenden Wassers Erz und taubes Gestein aufgrund des unterschiedlichen Gewichts getrennt wurden. Das in Pochwerken (s. Pochmühlen) zerkleinerte erzhaltige Gestein wird je nach Art in hölzernen Gerinnen, in Trögen oder auf Waschtischen (Waschherden) aus dem Waschgut (Seifengut) mittels fließenden Wassers aussedimentiert. Der konsequente Einsatz dieser Technik sowie die vorherige Zerkleinerung des erzhaltigen Gesteins führte zu einer Einschränkung des Holzkohleverbrauchs beim Schmelzen.