De secretis mulierum

Aus Mittelalter-Lexikon
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De secretis mulierum (Über die Geheimnisse der Frauen). Medizinisches Traktat zu Fragen der Gynäkologie, Empfängnis, Schwangerschaftsdiagnose, Embyologie und Geburtshilfe, Sterilität und Spermiogenese, wie es seit dem 13. Jh. in vielen Abschriften im Umlauf war und verschiedenen Autoren zugeschrieben wurde, darunter einem Anonymus aus der Schule von Salerno sowie ®Albertus Magnus und ®Thomas von Chantimpre. Schriften unter diesem oder einem ähnlichen Titel waren in lateinischer und in verschiedenen Landessprachen, als Handschriften und – seit 1475 – als Inkunabel-Drucke im Umlauf. Hingewiesen sei auch auf die deutsche glossierte Bearbeitung des Pseudo-Albert durch ® Johann Hartlieb und auf das an ®Ortolfs „Arzenibuoch“ angelehnte „Frauenbüchlein“ eines pseudepigraphischen Verfassers.