Fischereiregal

Aus Mittelalter-Lexikon
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Fischereiregal. Ursprünglich wurde in großen Flüssen, auf Seen und Meeren freie Fischerei betrieben, während an kleineren Gewässern die Anlieger und an den Gewässern der ®Allmende die Markgenossen das Fischereirecht beanspruchten. Diese Rechtslage änderte sich zunehmend zuungunsten der Fischereifreiheit: die Fischnutzung in Binnengewässern wurde dem königlichen Bannrecht (s. Bann) unterstellt, welches seit der salischen Zeit – ebenso wie das ®Jagd- und Forstregal – häufig in die Zuständigkeit der Territorialherren kam. Diese verpachteten das Fischereirecht an einzelne Fischer oder Fischerzünfte. Auch die Fischereirechte in der Allmende gingen im HMA. von den nutzungsberechtigten Bauern in das Bannrecht des Landesherren über. Die Küstenfischerei blieb im allgemeinen frei, nur an den Ostseeküsten des Deutschordensstaates galt vom 13. Jh. an landesherrliches Fischereiregal.