Koinobiten

Aus Mittelalter-Lexikon
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Koinobiten (v. grch. koinos bios = gemeinsames Leben; latinisierte Ableitungen: coenobium = Kloster, coenobita = ein im Kloster [gemeinsam mit anderen] Lebender [auch Zönobit]). Im Orient entstandene asketische Lebensform, wahrscheinlich unter dem Mönchsvater Pachomius (gest. 379) erstmals organisatorisch als Alternative zum Eremitentum dargestellt. Grundlegende Kennzeichen: Gemeinsames Leben in Wohn-, Arbeits- und Gebetsbereichen; Einheitlichkeit in Tagesablauf, Kleidung, Ernährung und asketischer Grundhaltung; Sicherung der Diszipilin durch allgemeinverbindliche Regeln und Gehorsam gegen die Oberen. Die fundamentalen Regeln des Koinobitentums sind in den Mönchsregeln des Basilius von Caesarea/Kappadokien (gest. 379) niedergelegt. Diese wurden dem lat. Westen durch ®Johannes Cassianus (gest. um 435) vermittelt und fanden Eingang in die Regel des ®Benedikt von Nursia.