Rentengrundherrschaft

Aus Mittelalter-Lexikon
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Rentengrundherrschaft. Eine hma. Spätform der Villikation, bei welcher Nebenhöfe vom Haupthof gelöst und auf Zeit gegen Geld vergeben wurden. Abgaben und Frondienste wurden durch die Zahlung von Geldleistungen (Geldrente, Gült, Pacht) ersetzt. Als ursächlich werden die sma. Rodungswelle, das aufblühende Städtewesen sowie die Ost- und Binnenkolonisation angesehen, die viele Arbeitskräfte banden.
(s. Grundherrschaft, Villikation)