Steinsegen

Aus Mittelalter-Lexikon
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Steinsegen. In ma. Steinbüchern (®Lapidarien, wie etwa denen von Arnoldus Saxo, Thomas v. Chantimpre und Konrad von Megenberg) finden sich magisch-religiöse Segenssprüche, die vom Priester über Edelsteine zu sprechen waren, wenn sie wegen menschlicher Sünden ihre Zauberkraft verloren hatten. Der zu segnende Stein wurde vor dem Gottesdienst in reines Leinen eingeschlagen und auf den Altar gelegt. Die Segensformel wurde vom Zelebranten nach beendeter Messe gesprochen. Der Steinsegen wurde mit der Taufe verglichen, durch die der Mensch von der Erbsünde losgesprochen wird.

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