Württemberg

Aus Mittelalter-Lexikon
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Württemberg. Südwestdeutsche Landschaft, benannt nach dem Stammsitz der Grafen von Württemberg, der Burg Wirtinisberc (Wirtemberg) auf dem Rotenberg bei Stuttgart. Im 1. Jh. n. Chr. wurde die Gegend von Römern eingenommen, im 3. Jh. von Alamannen besetzt, die ihrerseits 496 unter die Herrschaft der Franken kamen. Im 9. Jh. kam Württemberg an des Stammesherzogtum ®Schwaben. Als Stammvater derer von Wirtinisberc gilt Conradus de Wirtinisberc (2. Hälfte des 11. Jh.), der Erbauer der Stammburg und Territorialherr im Neckar- und Remstal. Das Geschlecht erlangte im 13. Jh. die Grafenwürde, vermochte seinen Besitz kontinuierlich zu vermehren (um Backnang, Calw, Hohenstaufen, Göppingen und Tübingen), machte 1321 ®Stuttgart zum Sitz seiner Residenz, stieg 1495 mit ®Eberhard im Barte in den Herzogsrang auf und zählte am Ende des MA. zu den großen Mächten Deutschlands.