Pippinsche Schenkung

Aus Mittelalter-Lexikon
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Pippinsche Schenkung. Papst Stephan II. hatte sich die militärische Unterstützung des fränk. Königs ®Pippin III. (der Jüngere, Sohn Karl Martells) gegen die Langobarden vertraglich gesichert (754). Pippin verpflichtete sich, nach erfolgreichem Abschluss des Langobarden-Feldzugs die den Langobarden abgewonnenen, ehemals byzantinischen Gebiete dem Papst zu "restituieren". Im einzelnen handelte es sich dabei um das Exarchat von Ravenna samt Venetien und Istrien, die Herzogtümer Spoleto und Benevent, die Insel Korsika sowie den ganzen Süden des langobardischen Reiches. Von dieser "Pippinsche Schenkung", für die erstaunlicherweise keinerlei Dokumente vorliegen, und die wohl unter Verweis auf die (gefälschte) ®Konstantinische Schenkung zustandegekommen war, leitete das Papsttum die Rechtsansprüche ab, die zur Gründung des ®Kirchenstaates herangezogen wurden.