Romanische Malerei

Aus Mittelalter-Lexikon
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romanische Malerei. Die romanische Stilperiode begann etwa in der ersten Hälfte des 1O. Jh. und währte in Deutschland noch bis weit ins 13. Jh. Die Bildinhalte waren ausschließlich religiös bestimmt, stilistisch wurde an Vorbilder der spätantiken und byzantinischen Malerei angeknüpft. Der Bildraum ist idealisiert (s. Goldgrund), die Figuren wirken anfangs starr, hoheitsvoll, es dominiert ein flächiger, monumentaler Linienstil. Im ersten Viertel des 13. Jh. kommt ein neuer „Bewegungsstil“ zur Blüte, gekennzeichnet durch erregte Gestik, leidenschaftlichem Ausdruck und reichem Faltenwurf der Gewänder (so z.B. im Scheyrer Matidunalbuch, Cod. lat. 1701).
(s. Bildteppiche; Buchmalerei; Deckenmalerei; romanische Glasmalerei; romanische Wandmalerei)