Witzelin

Aus Mittelalter-Lexikon
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Witzelin (Vicelin; „Apostel der Wenden“; um 1090 – 1154; hl.). Geistlicher aus Hameln, tätig an der Kirche von Bremen und von seinem Erzbischof ®Adalbert 1126 als Missionar nach Wagrien entsandt, einem Land der ®Obotriten um die Stadt Starigard/Oldenburg im heutigen Schleswig-Holstein. Er war als Prediger und Kirchengründer tätig in Alt-Lübeck, Bornhöved, Neumünster, Oldesloe, Bosau und Segeberg. 1149 wurde er als Missionsbischof in das nach 83-jähriger Vakanz wiederaufgerichtete Bistum Oldenburg berufen. 1152, nach der Weihe der St. Petri-Kirche in Bosau, erlitt Witzelin einen Schlaganfall, der seine rechte Seite lähmte. Nach zweijähriger Leidenszeit ist er am 12. Dezember 1154 in Neumünster gestorben. (Sein Nachfolger, Bischof Gerold, hat 1160 den Oldenburger Bischofssitz in das aufstrebende Lübeck verlegt.)
(s. Holstein, Oldenburg/Holstein)