Beneficium

Aus Mittelalter-Lexikon
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beneficium (lat., = Wohltat). Ursprünglich stand der Begriff für die Überlassung landwirtschaftl. nutzbaren Bodens seitens eines Herren an einen Vasallen zu günstigen Bedingungen. Aus der Vergabe von Land zur Unterhaltssicherung auf längere Zeit oder auf Lebenszeit entwickelte sich im FMA. das Lehnswesen (vasallitisches ®Lehen). Daneben stand „beneficium“ im FMA. für eine fromme Schenkung von Geld oder Land an eine kirchliche Einrichtung (Kloster, Pfarrei), aus der dem Geber göttliche Gnadenzuwendung erwuchs. Seit dem 12. Jh. wurde im kirchlichen Bereich unter „beneficium“ die Ausstattung einer Pfarrstelle mit dem zur Eigenversorgung nutzbaren Grund- und Hausbesitz verstanden. (s. Kommendation, Pfründe, Prekarie, Vasall)