Umweltschutz

Aus Mittelalter-Lexikon
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Umweltschutz. Zwar hat es im MA. – teilweise erstaunlich modern anmutende – Verordnungen zum Erhalt der Wald- und Tierbestände sowie der Luft- und Wasserqualität gegeben, doch zielten diese einzig auf deren Erhalt zur Nutzung durch den Menschen ab. Der Schutz der Natur als der in die Obhut des Menschen gegebenen Schöpfung Gottes trat dagegen tief in den Hintergrund. Zu stark waren die ökonomischen Zwänge, zu gering der Nachdruck, mit dem die katholische Religion die Verantwortlichkeit des Menschen für die Schöpfung vertrat. E. Schubert: „Dadurch, dass es kein christliches Konzept des Schutzes der Natur gab, war eine Aneignung der Umwelt bis hin zum Raubbau ohne Skrupel möglich.“
(s. Abfallbeseitigung, Arbeitsmedizin, Baumfrevel, Berufskrankheiten, Hygiene, Jagd- und Forstregal, Philipp von Leyden, Stadtbäche, Umweltprobleme, Waldschutzbestimmungen)