Christentum

Aus Mittelalter-Lexikon
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Christentum (mhd. kristentuom; grch. christianismos, zu grch. christos = der Gesalbte). In den Apostelschriften (Neues Testament) sowie in der jüdischen Religion (Altes Testament) begründete Offenbarungsreligion, in deren Zentrum das Leben und Lehren des als Gottessohn begriffenen nazarenischen Juden Jesus Christus steht. Der christliche Glaube wurde unter Kaiser Theodosius (380) zur offiziellen röm. Staatsreligion erhoben. Bis zu dieser Zeit hatten sich folgende Kennzeichen herausgebildet: die Sakramente Taufe, Busse und Herrenmahl; das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe; ein Festkalender, basierend auf uminterpretierten jüdischen Festen (Passah/Ostern, Sabbat/Sonntag); ein hierarchische Kirchensystem (Bischof, Priester, Diakon). In der Folgezeit entwickelten sich das monarchische Papsttum, verschiedene Lehrentscheidungen (Dogmen, das Mönchtum sowie die Varianten Römischer Katholizismus und Griechischer Katholizismus {byzantin. Ostkirche}).
Das abendländische MA. ist in allen Bereichen (Philosophie, Kunst, Kultur, Gesetzgebung) vom katholischen Christentum bzw. vom Machtanspruch dessen herrschenden Vertreters, des Papstes, bestimmt.
(s. alleinseligmachende Kirche, Bischof, christliche Zeitrechnung (s. Kalender), Glaube, Häresie, katholisch, Kirche, Kirchenschriftsteller, Konstantin I., Konstitution von Mailand, Laien, Mission, Mönchtum, Papsttum, Papst, Priester, Schisma, Ungläubige)