Statuszeichen

Aus Mittelalter-Lexikon
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Statuszeichen (lat. insignia). Geistliche und weltliche Herschafts-, Standes- und Amtsränge wurden kenntlich gemacht durch materielle Zeichen (s. Insignien) und durch zeichenhafte Handlungen (s. Gebärdensymbolik, Rechtssymbolik, Rituale). Den materiellen Zeichen zuzuordnen sind auch Besonderheiten der äußerlichen Erscheinung (s. Bart- und Haartracht), der Kleidung (s. Amtstracht, Kleiderordnung), der Accessoires (s. Gürtel, Kopfbedeckung, Schmuck, Stab), der Bewaffnung, der persönlichen Kenntlichmachung (s. Fahne, Wappen), des Speisens und Trinkens sowie des Wohnens. (s. Burg, Essen und Trinken, Heraldik, Thron, Trinksitten, Wohntürme)
Neben solchen, die herausgehobene Position eines Standes oder einer Person markierenden Zeichen gab es Negativzeichen, welche die Minderwertigkeit, Ehrlosigkeit oder Verrufenheit von Leuten verdeutlichten. (s. Brandmarken, Ehrenstrafe, Kleiderordnung)
(s. Identifizierung)